----------------
Home Anstalten Themen Sitemap Suche Kontakt Impressum
Justizvollzug in Bayern
Wir über uns
Organisation
Geschichte des Strafvollzugs
Aufgaben des Vollzuges
Behandlung der Gefangenen
Wegweiser für Angehörige
Ehrenamtliche im Vollzug
Die bayerischen Anstalten
Verzeichnis
Kurzübersichten
Zuständigkeiten
Baumaßnahmen
Berufe im Justizvollzug
Personalsituation
Berufsfelder
Stellen & Bewerberinfo
Kriminologischer Dienst
Aufgaben
Aktuelle Projekte
Wissensch. Beirat
Service
Service
Justizvollzug von A - Z
News / Presse
Linkliste
Sie sind hier: Justizvollzug Bayern > Presse > Pressemitteilungen_2006

04. Mai 2006

Durch Mauer und Gitter in 3 Sekunden - Justizministerin Dr. Beate Merk startet neuen Internetauftritt des bayerischen Strafvollzugs

Will man Gefangenen Arbeitsplätze bieten, muss man Mauern überwinden. Genau das ist das Ziel des neuen Internetauftritts der Arbeitsbetriebe des bayerischen Strafvollzugs. Justizministerin Dr. Beate Merk schaltete die neuen Seiten (www.jva.de) heute bei einer Präsentation in Deutschlands größter Frauenhaftanstalt in Aichach frei: "Viele Unternehmer schätzen die bayerischen Anstaltsbetriebe bereits als qualifizierte Partner und verlängerte Werkbank. Damit es noch mehr werden, verbindet jetzt das Internet, was Gitter und Wachtürme trennen: Nachfrage und Angebot drinnen und draußen."

Kunden der Arbeitsbetriebe des bayerischen Strafvollzugs (und solchen, die es werden wollen) steht nun ein datenbankgestütztes System mit vielen Recherchemöglichkeiten zur Verfügung. Unternehmer finden über verschiedene Suchmöglichkeiten bis hin zur Volltextsuche Ansprechpartner zu jeder angebotenen Leistung. Hinzu kommt eine bayernweite kostenlose Telefonhotline (Tel. 0 800 9 07 20 70). Im nächsten Schritt soll noch ein Internetshop für Fertigprodukte folgen.

Die schwierige Konjunktur und die neue Konkurrenz durch die Öffnung der Grenzen spürt man auch in den Haftanstalten. Trotzdem konnten die bayerischen Anstalten ihr hohes Beschäftigungsniveau erhalten. 2005 wurden mit 45,3 Mio. € sogar die bisher höchsten Einnahmen erzielt. Gefangenenarbeit nützt aber nicht nur dem Steuerzahler, sondern vor allem den Gefangenen selbst. Die Hälfte besitzt keine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Drittel nicht einmal einen Schulabschluss. 50 % waren vor der Inhaftierung ohne Beschäftigung. Geregelte Arbeit ist deshalb ein zentrales Instrument der Resozialisierung.

Merk: "Arbeit ist auch für Gefangene ein wertvolles und ein knappes Gut. Neben Erfolgserlebnissen, vermittelt sie Können, Wissen und Selbstvertrauen. In den Jahren der Haft kann sie eine Basis schaffen für das Leben danach. Und sie hilft, dem Gefängnisalltag Inhalt und Sinn zu geben. Nur mit genügend Arbeitsangeboten kann der Strafvollzug seine tragende Rolle für die innere Sicherheit voll erfüllen. Jeder Interessent ist willkommen!"


Home Anstalten Themen Sitemap Suche Kontakt Impressum