 |
Sie sind hier: Justizvollzug Bayern
> Presse
> Pressemitteilungen_2006
18. April 2006
Von B bis Z, vom Bäcker bis zum Zerspanungsmechaniker - Auch 2005 in bayerischen Gefängnissen mit Erfolg ausgebildet - Justizministerin Dr. Beate Merk: "Resozialisierung in Reinkultur!"
Eine durchweg positive Bilanz zog heute Justizministerin Merk mit Blick auf die im Jahr 2005 in bayerischen Gefängnissen geleisteten Ausbildungsmaßnahmen für Gefangene.
Insgesamt 4959 Gefangene nutzten im vergangenen Jahr das breite Ausbildungsangebot der Justizvollzugsanstalten. Davon nahmen 432 Gefangene an einer Ausbildung in einem sogenannten anerkannten Ausbildungsberuf teil. Vom Bäcker, Bauten- und Objektbeschichter, Buchbinder, Elektroinstallateur, Fachinformatiker, Flachdrucker, Friseurin, Gas- und Wasserinstallateur,Gärtner, Glashüttentechniker, Hotelfachmann, Industriekauffrau, Koch, Konditor, Kraftfahrzeugmechaniker, Maler und Lackierer, Maschinenbautechniker,Maurer, Metallbauer, Metzger, Modenäherin, Spengler, Schreiner, Schuhmacher, Restaurantfachmann, Textilmaschinenführer, Tierpfleger, Verkäufer bis hin zum Zerspanungsmechaniker wurde ausgebildet.
1595 Gefangene stellten sich einer sogenannten sonstigen beruflichen Ausbildung. Dazu gehört zum Beispiel die Ausbildung zum Küchenhelfer, Landwirtschaftshelfer, Malerhelfer, Schneiderhelfer und Schuhmacherhelfer, aber auch zum Gabelstaplerfahrer, Schweißer, Gebäudereiniger und Lagerverwalter.
2932 Gefangene ergriffen die Chance für eine außerberufliche Ausbildung. Davon haben 188 erfolgreich einen Schulabschluss erworben, nämlich 94 den Hauptschulabschluß , 74 den qualifizierenden Hauptschulabschluß, 13 den Realschulabschluß , 1 die Fachhochschulreife und 6 den italienischen Hauptschulabschlusses "Licenza Media". Erfreulich viele Gefangene nutzten auch das Angebot an EDV-Kursen, Englisch- und Französischkursen, Mathematikunterricht und Deutschkursen für Aussiedler und Ausländer.
Last but not least: 102 Gesellenbriefe! "Gerade diese letzte Zahl ist hervorragend! In unseren Betrieben kümmern sich -über 400 Meister mit größtem Engagement darum, Gefangene anzuspornen und ihnen mit einer abgeschlossenen qualifizierten Ausbildung einen Neustart ins Leben zu geben. Das ist oft nicht leicht und verlangt viel menschliches Einfühlungsvermögen, gepaart mit Durchsetzungskraft, Erfahrung und hoher fachlicher Kompetenz. Aber das Ziel lohnt den Weg: Alles, was wir in Ausbildung investieren, investieren wir in die Resozialisierung der Gefangenen", so Merk.
|