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11.01.2002
Justizminister Dr. Manfred Weiß: "Warnschuss
- Arrest für kriminelle Jugendliche seit langem bayerische Forderung"
Zu dpa 2614 vom 11. Januar 2002
Die Einführung eines "Warnschuss-Arrestes"
fordere Bayern schon seit langem, so Justizminister Dr. Manfred Weiß
heute in München. Dem Richter solle die Möglichkeit gegeben
werden, bei Jugendlichen neben einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe
einen Jugendarrest von bis zu vier Wochen Dauer zu verhängen. Weiß:
"Die Bewährungsstrafe allein macht den Jugendlichen den Ernst
ihrer Situation und die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung oft
nicht ausreichend bewusst; sie wird häufig als "Freispruch 2.
Klasse" wahrgenommen. Wer jedoch zu Beginn der Bewährungszeit
in eine Jugendarrestanstalt einrücken muss, erfährt am eigenen
Leib, dass er für das begangene Unrecht einzustehen hat. Der Arrest
ermöglicht zugleich eine nachdrückliche erzieherische Einflussnahme
auf den Jugendlichen."
Straftaten Jugendlicher dürfen nicht toleriert
oder gar akzeptiert werden, so Weiß. Dies wäre für jugendliche
Täter ein völlig falsches Signal. Durch die Erweiterung des
jugendstrafrechtlichen Instrumentariums soll dem Richter die Möglichkeit
eröffnet werden, gezielt und effektiv auf Straftaten Jugendlicher
zu reagieren.
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