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Kurzbeschreibung

1. Historische Entwicklung der Anstalt

Das Gebäude der Justizvollzugsanstalt Garmisch-Partenkirchen wurde in der Zeit von 1894 bis 1896 erbaut und beherbergte bis Januar 1960 das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen. Das Grundstück, das an der B 23 im Ortsteil Garmisch gelegen ist, hat eine Größe von 2386 qm. Die Justizvollzugsanstalt wurde bis zum 31. Dezember 1977 vom Direktor des Amtsgerichts Garmisch-Partenkirchen geleitet. Seit dem 01. Januar 1978 ist sie der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech verwaltungs- und versorgungsmäßig angegliedert.

2. Zuständigkeit und besondere Aufgaben der Anstalt

Die Justizvollzugsanstalt Garmisch-Partenkirchen ist für den Vollzug von Untersuchungshaft an männlichen Gefangenen des Amtsgerichtsbezirkes Garmisch-Partenkirchen zuständig. Vollstreckt werden an Männern aus dem Amtsgerichtsbezirk Garmisch-Partenkirchen Freiheitsstrafen von jeweils bis zu 1 Jahr im Erst- und im Regelvollzug.

3. Äußere Haftbedingungen

a) Belegungsfähigkeit

Die Belegungsfähigkeit der Justizvollzugsanstalt Garmisch-Partenkirchen war festgesetzt vom 1. Januar bis 31. August 2001 auf 43 Haftplätze (9 in Einzelunterbringung und 34 in gemeinsamer Unterbringung), ab 1. September 2001 auf 51 Haftplätze, davon 9 in Einzelunterbringung und 42 in gemeinsamer Unterbringung.

b) Tatsächliche Belegung

Am 30. November 2000 befanden sich 47 Gefangene in der Anstalt. Die durchschnittliche Belegung in der Anstalt betrug im Kalenderjahr 2001 46 Gefangene (1999: 42).

Durch die Schließung der Frauenabteilung hat sich die Belegungssituation etwas entspannt.

c) Größere Neubau- oder Umbaumaßnahmen und sonstige Vorhaben zur Verbesserung der äußeren Haftbedingungen

Größere Baumaßnahmen wurden durchgeführt durch Umbau der ehemaligen Frauenabteilung in eine Freigängerabteilung. Eine zusätzliche Dusche wurde installiert, die Toiletten in den Zellen wurden umgebaut. Die Wände in den Gängen und die Zellentüren wurden gestrichen sowie kleinere Ausbesserungsarbeiten durchgeführt.

Für die Freigänger zum Aufbewahren der Effekten beim Ein- und Ausrücken der Gefangenen wurden 24 neue Schließfächer an der Torwache zum Schleuseneingang eingerichtet.

4. Vollzugsgestaltung

a) Allgemeine Vollzugsgestaltung, besondere Behandlungsformen Die Strafgefangenen sind im geschlossenen Vollzug untergebracht. Wegen der kurzen Verweildauer ist ein sinnvoller Gruppenvollzug nicht durchzuführen.

Das Freizeitangebot ist entsprechend der Größe der Anstalt vorhanden. Mit dem Kreisbildungswerk Garmisch-Partenkirchen wurde ein Deutschkurs für Ausländer und eine Musikgruppe angeboten.

b) Arbeitsmöglichkeiten

2001 versorgten 6 Unternehmerbetriebe die Anstalt mit Arbeit.

5. Personalverhältnisse

  1. Anstaltsleitung:
    2 Bedienstete
  2. Sonderdienstmitarbeiter:
    4 Bedienstete
  3. Allgemeiner Vollzugsdienst:
    20 Bedienstete


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